THE PROPHECY Afterlife
"Ablaze"
german mag (January
2003)
Sehr viele Gesichter zeigt die neue Platte
dieser Truppe, die mal mit ruhigen Keyboards die Songs träumerisch
und melodisch ausstatten, dann geht es aber spätestens im nächsten
Track rockig bis metallisch zu Werke. "Creating The Battle" ist
bspw. so ein Song, bei dem es doch ziehmlich zur Sache geht und viele Black
/ Death-Elemente verarbeitet werden, aber trotzdem oft das Tempo gedrosselt
und mit ruhigeren Keyboards verfeinert wird. Der Gesang ist tief gegröhlt
, da wo es passt aber auch etwas blackig-heiser. Gut gefallen mir auch die
teilweise weiblichen Vocals, die kraftvoll sind und sich keineswegs abgelutscht
anhören. Man merkt deutlich, dass sich die Band bemüht, viele
unterschiedliche Facetten in ihre Werke einfließen zu lassen. Trotzdem
können sie sich aber einen eigenen Stil kreiren. Die Produktion geht
auch in Ordnung, denn alle Instrumente sind schön miteinander verwoben
und bieten einen guten Sound. Einige Songauschnitte kann man von ihrer Webseite
www.the-prophecy.com herunterladen.
PROPHECY, THE "Afterlife"
(Black Metal)
http://www.amboss-mag.de
german online-mag (August 2002)
Erste Lebenszeichen der Band datieren aus dem Jahre '94, aber wegen vieler
Besetzungs-wechsel und Aufgaben gab's viele Pausen, in der die jetztigen
Band- (und Gründungs-) mitglieder Friirr und Ferun bei Mephistopheles
aushalfen, die einigen vielleicht durch Alben bei Last Episode bekannt sind.
In den letzten Jahren liess man aber The Prophecy wieder aufleben und so
entstand letztes Jahr die erste Full-Lenght CD "Afterlife". Auf
ihr ist atmosphärischer Black Metal zu hören, der ebenso abwechslungsreich
wie interessant arrangiert wurde. Es bedarf mehrerer Durchläufe ehe
sich einem nach und nach alles so erschliesst, aber das erhält die
Spannung aufrecht. Neben vielen schwelgerischen, atmosphärischen Elemten
wurde auch auf harte Gitarren ein wichtiges Augenmerk gelegt. In Sachen
Vielseitigkeit hat man auch beim Gesang ordentlich hingelangt, denn neben
Growls und Screams fand auch eine Frauenstimme den Weg auf die CD und untermalt
die harte Musik mit lieblichen Klängen. Trotz aller Vielseitigkeit
und Abwechslungsreichtum fehlt mir den Stücken an einigen Stellen etwas
Eingängigkeit, man könnte etwas konsequenter auf den Punkt kommen.
An sich aber ist "Afterlife" ein interessantes und eigenständiges
Undergroundwerk. Die CD kostet euch 8 EUR, wenn ihr sie haben wollt, und
Songbeispiele findet ihr unter www.the-prophecy.com (eller)
Review The Prophecy "Afterlife"
(7/10)
http://metal.de
german online-mag (02-07-01)
Kann sich jemand eine Mischung aus Crematory, Dimmu Borgir und Graveworm
vorstellen? Nein? Ich auch nicht, aber genau jene Mischung spielen die 6 Jungs
und Mädel von The Prophecy aus Deutschland. Der deutsche Melodic Death/Black
Act hat dabei an ihrem Album "Afterlife" recht stark gearbeitet,
was man am Resultat auch stark erkennen mag. Darin wird fast alles eingebaut,
was man einbauen kann. Female Vocals, geile Keyboarduntermalung, langsame
groovige Teile, wie auch extreme Doublebassparts. Die Riffs sind gut ausgearbeitet
und auch die restlichen Musiker beherrschen ihr Werk. Leider ist aber der
Sound der CD ein Punkt, an dem ich eine kleine Kritik am Rande loslassen muss.
Das ganze wirkt etwas schwammig um es kurz auszudrücken. Zwar habe ich
schon deutlich schlimmeres gehört, aber wenn die Bassdrum etwas mehr
kicken würde, hätte das noch einen stärkeren amtlicheren Gesamteindruck.
Nichtsdestotrotz kann "Afterlife" fast auf ganzer Linie überzeugen,
wirkt inspirierend und recht ausgeglichen. Das Album bietet einige Atempausen
nach ihren schnellen Angriffsteilen und ist deshalb sehr variantenreich. Das
Keyboard erledigt den Rest und sorgt für stetige Untermalung. Auch die
zuckersüße Stimme der Sängerin drückt sich nicht unberechtigt
in die Songs, sondern passt wie angegossen. "Afterlife" ist ein
gutes solides, durchschnittliches Album, das zwar ohne nennenswerte Neuerungen
auskommt, aber bis auf den etwas mulmigen Gesamtsound auf ganzer Linie überzeugen
kann. (Soulsister / 01.07.2002)